We Were Promised Jetpacks

WWPJAnspruchsvolle Schotten

We Were Promised Jetpacks sind eine weitere hochtalentierte junge Band aus Schottland, die in die Fußstapfen von The Twilight Sad und Frightened Rabbit tritt. 2003 von ein paar High School-Freunden in Edinburgh gegründet, gewannen sie bereits mit ihrem allerersten Gig einen Bandwettbewerb ihrer Schule. Mit ihrem Debüt "These Four Walls" (2009) waren sie eifrig auf Tour und konnten im Nu ihre Fanschar vergrößern. Ihr just erschienenes Album "In The Pit Of The Stomach" ist voller heftiger, energiestrotzender und atmosphärisch dichter Epen (siehe: "Medicine", "Picture of Heath" und "Human Error") und beeindruckt durch seinen hohen Anspruch.
Rockhal // Club, Donnerstag, 2. Februar
Einlass: 20 Uhr
wewerepromisedjetpacks.com
We Were Promised Jetpacks

The Black Pony live at Kammgarn

Leben wie auf dem Ponyhof?

The Black Pony - CMS SourceMit ihrer ersten Single „Boys Are Crazy", haben die Jungs von THE BLACK PONY - Trevor (17), Eugen (18), Ryan (17) und Kevin (18)  bereits für großes Aufsehen gesorgt.Wie es sich für 4 talentierte junge Musiker gehört, ist der Kreischfaktor garantiert, wenn sie die Bühne betreten. TV Auftritte, Autogrammstundentour, Fotoshootings, Berge von Fanpost all das gehört jetzt zum Alltag der jungen Band. Mit Ihrer 2. Single „Scars and Bruises“ haben die Jungs einmal mehr Ihr großes Talent unter Beweis gestellt. Der Song wurde komponiert /geschrieben von dem Frontsänger der Band, Trevor Brown. „Scars and Bruises“ ist eine melodiöse Rock-Pop Midtempo Nummer – die zeigt, dass die Jungs nicht erst seit gestern Musik machen, ihre Instrumente beherrschen und internationales Potenzial mitbringen. Auch die Videoidee zu „Scars and Bruises“  stammt aus der Feder der Band.

Gerade einmal zwölf Monate nach dem Erscheinen ihres Debütalbums "Launched In The Pool" veröffentlichen The Black Pony in Kürze ihr zweites Album "Take Off"
Natürlich geht es auch auf Tour. Diesmal werden die Clubs der Republik bespielt. Die Fans dürfen sich also auf eine intime Atmosphäre bei den Konzerten freuen.

Für Ihr Konzert in Kaiserslautern scharren The Black Pony schon gewaltig mit den Hufen...

Text: Universal/saar-scene Bilder: Universal/calamedia

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Wir wünschen euch…

Weihnachten

Arch Enemy

Interview mit Angela Gossow

Archenemy (4)Ende 2000 stieg die aus Köln stammende Sängerin Angela Gossow bei der schwedischen Death Metal-Band Arch Enemy ein. Als es darum ging, einen Ersatz für den ausgestiegenen Sänger Johan Liiva zu finden, hatte sich der Kopf der Band, Michael Amott, tatsächlich noch an ein Video erinnert, dass Gossow ihm einige Zeit zuvor überreicht hatte.

Die 37-Jährige zaubert für Arch Enemy nicht nur unglaubliche Töne aus den tiefsten Tiefen ihres Rachens hervor, seit 2008 ist sie auch die Managerin der Band.

Wie überrascht warst Du, als Du aus heiterem Himmel zum Vorsingen bei Arch Enemy eingeladen wurdest?

Ich war Fan der Band und hatte sie schon ein, zwei Mal mit Liiva live gesehen. Ich war baff, dass sie sich überhaupt noch an diese alte VHS-Kassette erinnert und sich diese angesehen hatten. Sie lag schon zwei Jahre bei ihnen rum. Überraschend war auch, dass sie sich für eine Sängerin interessierten. Das war damals ungewöhnlich in der Metal-Szene. Ich fuhr mit dem Gedanken zum Vorsingen, danach gleich wieder nach Köln zurückzukehren und weiter zu studieren. Es war völlig surreal. Letztlich sind die Dinge ganz anders gekommen.

Archenemy (5)War es Dein Bestreben, eine tiefe, männliche Stimme zu haben?

Ja, ich wollte als Frau so singen wie David Vincent von Morbid Angel oder Chuck Schuldinger von Death. Ich hatte lange probiert bis ich mit meiner Stimme zufrieden war. Anfangs tat es sehr weh, weil ich alles falsch machte. Ich brauchte Zeit, die richtige Stimmbandstellung und Atemtechnik zu finden.

Es gibt kaum Frauen mit extremen Stimmlagen. Siehst Du Dich daher in einer Vorreiterrolle?

So habe ich mich nie gesehen. Es ist aber automatisch passiert. Gerade jüngere Sängerinnen kommen über mich zu einer Metal-Band. Sie nehmen mich als Vorbild. Ich hoffe, dass ich für all diejenigen eine sehr positive Rolle spiele. Ich bin generell sehr offen und gebe auf meiner Website Tipps, wie man richtig singt und sich am besten darstellt. Ich versuche, diese Rolle zu nutzen, um den Leuten etwas Positives mitzugeben.

Bekommst Du mittlerweile viel Anerkennung in der Metal-Szene oder musst Du noch gegen Vorurteile und Vorverurteilungen ankämpfen?

Sowohl als auch. Es gibt viel Anerkennung - auch für kleine Dinge. Und ich habe einen Exotenbonus bzw. eine Sonderstellung. Gleichzeitig muss ich mir viele dumme Sprüche anhören. Ich werde teils für Dinge kritisiert, die überhaupt nichts mit der Materie zu tun haben. Ich hoffe, dass es die Generation Sängerinnen nach mir leichter haben wird. Letztlich ist die Metal-Szene ein Spiegelbild der Gesellschaft.

Du lebst seit langem in Schweden, aber den kölnischen Dialekt hast Du Dir bewahrt.

Natürlich. Ich bin ein rheinisches Mädchen. Davon ab ziehe ich nächstes Jahr wieder nach Köln. Ich vermisse meine Familie. Blut ist eben dicker als Wasser.

Text: Peter Parker Bild: Band

Carlos Perón

Oh Yeah!

CarlosDer Produzent, Musiker und Gründer der weltweit erfolgreichen Band „Yello“ Carlos Perón ist seit Jahrzehnten eine feste Größe in der europäischen Fetisch-Szene. Mit seinen zahlreichen Veröffentlichungen von erotischen Soundtracks ist Perón seit den frühen neunziger Jahren aus der Erotik- und Fetisch-Szene nicht mehr wegzudenken. Mit „11 Deadly Sins“ erscheint nun eine weltweit einmalige Zusammenstellung seiner 11 erfolgreichsten Alben im Bereich der erotischen Musik.

Ein Wort zu Yello. Die Gruppe wird oft als Wegbereiter der Techno-Welle genannt. Siehst Du das auch so?

Wir gingen ja 1979 mit der ersten Maxi an den Start. Damals war der Style eigentlich New Wave. Das Schlagzeug und die Gitarren waren echt, die Sequencen von ARP und Roland. Unsere Musik von damals entstand aus der Idee von einem verschärften Discobeat mit harten Triggern. Eben diese harten Trigger nannten wir Techno oder technoid. Aber die heutige Yellomusik hat ja mit heutigem Techno nichts zu tun, das war eine Marketingmassnahme von Universal in den 90ern, als Techno in Deutschland aufkam. Klaus Schulze wurde ja auch so vereinnahmt, als Wegbereiter des Technos, was er als Berliner Schule ja eigentlich gar nie war.

Bar_9Viele Schweizer Künstler scheinen irgendwie eine Neigung für das Außergewöhnliche/Bizarre zu haben. Denken wir an H.R. Giger, das Jazzfestival in Montreux, Yello (damals), Carlos Perón (heute) oder DJ Bobo (schon immer). Hast Du dafür eine Erklärung?

Wir sind eine Insel, wie die Engländer. Da entsteht viel Sinn für Ausgefallenes und Skurriles, wobei ich DJ Bobo nicht dazu zählen möchte, das ist sehr straighter Mainstream. Aber HR Giger ein absolut genialer Mensch. Salvador Dali sagte vor seinem Tod „HR Giger ist mein legitimer Nachfolger“. Yello hat einfach diesen urban/proviziellen Humor, der nur aus einem eigensinnigen Alpenland kommen kann, ist auch bis heute irgendwie konkurrenzlos. Was mich betrifft, in Sachen Projekten, da läuft es von Jazz bis Industrial alles und je abgedrehter, tiefer und schräger desto schöner. Es ist die Lust am Forschen und das Finden der absoluten Soundqualität.

auch größer und als Serie erhältlichAls Du Ende der 70er mit elektronischer Musik angefangen hast, musste man nicht nur Musiker sein, sondern auch Elektroniker und ein Muskelmann, um die damaligen analogen Synthesizer zu bedienen und zu transportieren. Dennoch war es die Hochzeit der „Synthiebands“. Heute kann man sich ein ganzes Recordingstudio unterm Arm tragen und Musik machen ist technisch viel einfacher geworden. Vermisst Du trotzdem die Zeit zwischen Türmen von Equipment, tausender Knöpfchen und Kabel?

Ich kenne noch genug Kollegen mit vollgestopften Studios und wenn alles läuft und die Anschlüsse passen, dann ist das paradiesisch. Trotzdem habe ich abgespeckt und mich seit Langem schon der digitalen Welt zugewandt, obwohl ich nach wie vor große Stücke auf die analoge Welt halte. Natürlich habe ich noch ein paar geheime Edelteile, welche ich nie und nimmer veräußern würde, aber das begrenzt sich dann auf 5-6 Exemplare. Ich denke die optimale Vermischung beider Welten ergibt den besten Sound.

Demask_kneesFrüher hast Du Motorengeräusche von Autos gesampelt heute sind es stöhnende Menschen. Was macht mehr Spaß?

Wenn ich "stöhnende Menschen" live und aktiv aufnehmen darf, macht das sicherlich mehr Spaß, als ein Auto zu tapen. Wobei wenn ich recht überlege, letzthin war ich auf dem Nürburgring Nordschleife fahren, da lernte ich einen Dodge Challenger Fahrer kennen, dieser V8 hatte den besten Sound, hab ich gleich mit meinem PortaDAT getapt. Kommt im Projekt Carlos Perón "King of Industrial" dann vor.

Deine Discografie als Solokünstler ist fast so lang wie die der Beatles. Nebenbei bist Du auch als erfolgreicher Komponist für Andere unterwegs. Bei vielen Musikern wird der kreative Output über die Jahre weniger. Wie schaffst Du es, den Level hochzuhalten?

Ich denke es ist wegen meiner Stilevielfalt, mal harter Techno, auch Schlager oder Oper. Momentan arbeite gerade mit Gin Devo von Vomito Negro an einer gemeinsamen Platte, das ist härtester belgischer EBM, dann habe ich gerade mein Jazz Album Miles of Perón abgeschlossen - eine ganz andere Baustelle. Jetzt gehe ich in die Planung mit meinem Grossprojekt King of Industrial, welches ich nächstes Jahr anlässlich einer Ausstellung mit meinen Bildern präsentieren werde.

CoverDeine neueste Veröffentlichung „11 Deadly Sins“ ist nicht nur ein Genuss für die Ohren, sondern auch für die Augen und andere Körperpartien.

Die Box ist in der Tat ein Augen/Ohrenschmaus. Für die Ohren gibt es La salle blanche, La salle violette, La salle rouge und La salle noire. Erstmals sind alle Säle in einer Box verfügbar. Es ist quasi mein musikalisch/erotisches Gesamtwerk. Für den Connaisseur ein MUST have. Dann hatte ich das Glück im optischen Bereich mit Wolfgang Eichler zusammenarbeiten zu können. Für mich ist er einer der besten Fotografen der Welt. Seine Fotos haben einfach internationales Flair.

Eigentlich gibt es doch nur 7 Todsünden. Was sind die Restlichen vier?

Die „11 Deadly Sins“ sind die 11 musikalischen Todsünden, welche man einfach besitzen muss, um auch einen erotischen speziellen Abend genießen zu können. Auch habe ich ein spezielles Verhältnis zur Zahl 11. Ist für mich eine Glückszahl. Eine CD „Die sieben Todsünden“ ist übrigens in der Box dabei, da werden diese musikalisch abgehandelt. So dann...folge mir.....

Interview: Markus Brixius Bilder: Wolfgang Eichler

Carlos Perón mit Hochwürden Ignazius vom Kloster Barmherzige Brüder im Gespräch über seine Fetischbox 11 deadly sins.